feigenkakteen vermehren

feigenkakteen (opuntia) lassen sich entweder durch samen, oder mit stecklingen vermehren.

die vermehrung mit stecklingen

am einfachsten und schnellsten gestaltet sich die vermehrung durch blattstecklinge. hierbei enstehen sog. klone, d. h. mit der mutterpflanze identische kakteen. ein guter zeitpunkt für die stecklingsvermehrung ist das frühjahr (april/mai).

zuerst wird ein ca. 10 cm großer steckling mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. damit die schnittstelle trocknen kann, darf dieser für ca. 2 tage an einem hellen, vor der sonne geschützten plätzchen ruhen. dann wird er ca. 2 bis 3 cm tief eingepflanzt.

die anzuchterde sollte gut wasserdurchlässig sein, ideal ist ein erde-sand-gemisch im verhältnis 2:1 bis 1:1. das substrat wird gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass gehalten und darf zwischen den wassergaben antrocknen. gedüngt wird nicht.

der standort für die aufzucht des jungen feigenkaktus sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 °c sein.

opuntia humifusa mit samen vermehren

die samen von opuntia humifusa kann man über den fachhandel beziehen. ich habe hier eine reife kaktusfeige aus dem eigenen garten verwendet.

um die bildung von schimmel zu vermeiden, muss man die samen vom fruchtfleisch trennen. hierzu gibt man sie in ein küchensieb und bearbeitet das ganze entweder mit der spülbürste oder der rauen seite eines schwamms. die opuntia-samen haben eine harte schale und werden dabei nicht verletzt.

das anzuchtsubstrat sollte mineralische anteile enthalten, ein zuviel an humus kann die schimmelbildung begünstigen. ich habe eine mischung aus gartenerde, sand und bimskies verwendet und die eine hälfte der samen damit leicht bedeckt. die andere hälfte habe ich nur aufgelegt, gekeimt haben bis jetzt aber nur die bedeckten. die keimzeit betrug bei +/- 20 grad ca. drei wochen.

der standort für die aufzucht der jungen feigenkakteen sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann ein gefrierbeutel über den topf gestülpt werden. dann muss aber täglich gelüftet werden.

das substrat wird gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass gehalten.

opuntia-samen kann man übrigens auch aus im supermarkt erworbenen kaktusfeigen (opuntia ficus-indica, nicht winterhart) selbst gewinnen. die vorgehensweise für an- und aufzucht entspricht der bei . humifusa.

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